Die Bestimmung von BTA im Urin wird genutzt, um das Risiko einer Blasenkrebserkrankung einzuschätzen. Der Test kann sowohl als Screeningtest zur Früherkennung eines Harnblasenkarzinoms eingesetzt werden, als auch zur Überwachung von Patienten mit bereits diagnostiziertem und behandelten Blasentumoren. Hier unterstützt der Test die routinemäßige Untersuchung der Patienten auf das Auftreten von Rezidiven.
Ätiologie
Zu den Faktoren, die das Risiko eines Harnblasenkarzinoms erhöhen, zählen Rauchen, chronische Harnblasenentzündung, die berufliche Exposition mit aromatischen Aminen (z.B. Frisöre, Chemie-, Leder, Farbindustrie, Kammerjäger u.a.)3, Strahlentherapie des kleinen Beckens, Bilharziose, Balkannephropathie, chronische interstitielle Nephritis sowie die Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente (Chlornaphazin, Phenacetin, Cyclophosphamid), von denen einige vom Markt genommen wurden.
Klinisches Beschwerdebild
Mikro- oder Makrohämaturie treten bei ca. 80% der Patienten auf, wobei beide häufig nur intermittierend nachweisbar sind. Weitere häufige Symptome, die auf ein Blasenkarzinom hindeuteten können, sind dysurische Miktionsbeschwerden vor allem, wenn eine Antibiose zu keiner Besserung führt. In fortgeschritteneren Stadien können weiterhin Schmerzen und Harnstauung mit den damit verbundenen Problematiken auftreten.
Hersteller:
Medichem
Es liegen keine Kommentare zu diesem Artikel vor.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.
